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Ornithologie & Nationalparkreisen
Schwarzwald und Rheinauen
Bienenfresser und Tannenhäher

Auf unseren Exkursionen in den verschiedenen Höhenstufen des Nordschwarzwaldes bis auf eine Höhe von 900 m
und in den Rheinauen am Oberrhein können wir einen Großteil der vielfältigen Vogelwelt Badens beobachten.
Wir erkunden die Hochmoore „Wildsee“ und „Hohlohsee“ sowie eine der letzten Niedermoorflächen am Oberrhein,
das Weingartner Moor.
Im Naturschutzgebiet Schliffkopf/Ruhestein im nördlichen Hochschwarzwald sind Tannenhäher, Ringdrossel,
Dreizehenspecht, Rauhfuß- und Sperlingskauz und möglicherweise auch Zitronengirlitz zu finden.
In den Wagbachniederungen, die zu den bedeutendsten Feuchtgebieten Süddeutschlands zählen, sind mediterrane
Arten wie Purpur- und Silberreiher, vielleicht sogar Blaukehlchen und Schwarzhalstaucher und auch die Beutelmeise
zu beobachten.
Eine geologische Besonderheit auf unserer Exkursionsroute bieten die Quellaustritte, „Gießen“, im Naturschutzgebiet
Taubergießen. Sie speisen eine der letzten, großen, naturnahen Auenlandschaften Deutschlands unterirdisch mit Wasser.
Auch die zahlreichen Lehm- und Sandgruben der Region erweisen sich als ergiebige Beobachtungsgebiete. Wir treffen
auf eine Bienenfresserkolonie und suchen nach Brachvogel, Schwarzkehlchen und Heidelerche. In der näheren Umgebung
unserer mitten im Wald an einem Bach gelegenen Unterkunft kommen Wendehals, Rotrückenwürger, Wasseramsel, Gebirgsstelze,
Haubenmeise und Kolkrabe vor.
Preis pro Person| Art | Preis |
|---|
| Doppelzimmer | 690,00 € |
| Einzelzimmer | 820,00 € |
Privat-Tour| Personenanzahl | Preis |
|---|
| 1-7 Personen
|
ab 670,00 € |
Programm als PDF herunterladen
Termine
| Sa., 22. Mai. 2010 | - | Sa., 29. Mai. 2010 |
Bei DR. KOCH im Reisepreis inbegriffene Leistungen
- Alle Fahrten während der Reise
- 7x Übernachtung im DZ/EZ mit Frühstück im ***Hotel
- 1x Abendessen
- Reiseleitung
- Reisepreissicherungsschein
Teilnehmerzahl
8 - 18 Personen
Hinweise
- Für ortsansässige Reiseteilnehmer besteht die Möglichkeit, nur an den Exkursionen teilzunehmen.
- Wir empfehlen eine Reiserücktrittsversicherung.
Anreise
Eigene An- und Abreise; Bahnanreise wird von DR. KOCH Reisen
zu günstigen Tarifen vermittelt.
Änderungen
Änderungen können jederzeit auftreten.
Die Änderungen des Reiseverlaufs behalten wir uns ausdrücklich vor, da zwischen Planung und Durchführung der Reise oft längere Zeiträume liegen.
- 1. Tag
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Anreise, Exkursion in der Umgebung
Eigene Anreise und Bezug der Zimmer. Am Abend Exkursionsmöglichkeit um Malsch im Naturschutzgebiet
Federbachbruch und in den Streuobstwiesen der Umgebung, wo u.a. Wendehals und Rotrückenwürger leben.
- 2. Tag
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Nördlicher Hochschwarzwald – Naturschutzgebiet Schliffkopf/Ruhestein
Ausführliche Wanderung durch die Höhenstufen des Schwarzwaldes. Neben Tannenhäher, Haubenmeise und
Ringdrossel ist möglicherweise auch der seltene Zitronengirlitz zu sehen. Sehr versteckt leben hier
Auerhühner, sowie Sperlings- und Rauhfußkauz. An besonders feuchten und sonnigen Stellen wächst
außerdem der fleischfressende Sonnentau. Eine Besonderheit stellen die „Grinden“ dar. Dies sind durch
Beweidung offen gehaltene Grasflächen, die eine eigene Pflanzen- und Vogelwelt aufweisen. Ganz in der
Nähe können wir den „Lothar-Pfad“ entlang gehen. Hier kann die sukzessive Entwicklung des Waldes nach
einem Orkan nachvollzogen werden. Mittagsrast in einer Berghütte. Je nach Wetterlage Abendexkursion,
um nach dem Rauhfußkauz Ausschau zu halten.
- 3. Tag
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Nördlicher/Mittlerer Hochschwarzwald – Naturschutzgebiet Kaltenbronn
Fahrt zum Naturschutzgebiet Kaltenbronn. Eine Wanderung zu den in 900m Höhe gelegenen, am Ende der
letzten Eiszeit entstandenen Hochmoorgebieten „Wildsee“ und „Hohlohsee“. Sie bietet uns einen tiefen
Einblick in die unbeeinflusste Entwicklung der Hochmoor- und Moorrand-Ökosysteme. Das geringe Nährstoffangebot
lässt hier nur relativ anspruchslose Gewächse zu. Somit ist auch die Vogelwelt etwas anders zusammengesetzt.
Ein Aufstieg zum Hohlohturm bietet einen imposanten Panoramablick über den Nordschwarzwald. Sehr
wahrscheinlich zu sehen sind Fichtenkreuzschnabel und Trauerschnäpper, eventuell auch Sperlingskauz.
- 4. Tag
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Taubergießen
Fahrt nach Kappel-Grafenhausen. Das Naturschutzgebiet Taubergießen ist eine besonders große Rheinaue mit
Quellaustritten (Gießen) des Rheins. Das Gebiet zeichnet sich durch besonders viele Wasserdurchläufe in
dieser sehr flachen Aue aus. Sie werden unterirdisch durch die Gießen gespeist. Zu erwähnen sind Nachtigall,
Pirol, Wasserralle, Fluss- und Trauerseeschwalbe, Eisvogel, Drosselrohrsänger, 6 Spechtarten, Schwarzmilan,
Wespenbussard und Baumfalke. Mit 130 Brutpaaren kommt auch der Mittelspecht häufig vor.
Auf der Rückfahrt Abstecher zu einer Bienenfresserkolonie.
- 5. Tag
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Wagbachniederung
Fahrt nach Waghäusel zu den Wagbachniederungen, einem der bedeutendsten Vogelschutzgebiete Süddeutschlands.
Die Teiche im Norden der ehemaligen Zuckerfabrik bilden ein Eldorado für Limikolen, Reiher, Taucher, Enten,
Gänse und Möwen. Purpurreiher, Blaukehlchen, Schwarzhalstaucher und eventuell Zwergdommel sind das Aushängeschild
der Wagbachniederung. Aber auch Mittelmeer- und Lachmöwen, Schwarzkehlchen, Beutelmeise und etliche Röhrichtvögel
wie z. B. Drossel- und Teichrohrsänger sind in den ausgedehnten Schilfgebieten zu Hause. Die Wagbachniederung ist
vor allem in den Zugzeiten besonders interessant. Hier rasten Schwarzkopf- und Zwergmöwe, Seiden- und Nachtreiher,
Kampfläufer, Alpen-, Zwerg- und Sichelstrandläufer, Sanderling, Grün- und Rotschenkel, Bekassine, Dunkler Wasserläufer,
Sandregenpfeifer, Temminckstrandläufer und Großer Brachvogel.
Fahrt nach „Korsika“, einer kleinen Altrheininsel, auf der Napoleon während einer seiner Feldzüge sein Lager
aufgeschlagen haben soll. Weiter zu den Lehmgruben Mechtersheim und an den Erlichsee, wo wir die Zwergrohrdommel
zu erspähen hoffen.
Am Abend Exkursion in den Haardtwäldern bei Stutensee, um den dämmerungs- und nachtaktiven Ziegenmelker zu beobachten.
- 6. Tag
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Rheinauen bei Rastatt – Münchhausen
Fahrt nach Plittersdorf (bei der Rheinfähre) und ausführliche Exkursion durch die Altrheinauen. Wir werden
erfahren, wie sich der Rhein über die Jahrhunderte entwickelt hat, welchen Schutz die Auen benötigen und welche
Bedeutung sie für den Menschen haben. Beutelmeise, Weidenmeise, Pirol und der in großer Dichte vorkommende
Schwarzmilan sind hier besonders hervorzuheben. Bei einem Halt an der Staustufe Iffezheim, erkunden wir, welche
Enten und Gänse anwesend sind. Weiterfahrt nach Münchhausen, das auf der französischen Seite des Rheins im
Mündungsgebiet der Sauer liegt. Das Naturschutzgebiet „Delta de la Sauer“ beherbergt eine interessante und
artenreiche Vogelwelt, u. a. eine Weißstorchkolonie.
Gegen Nachmittag Fahrt zu den Sandgruben Bruchhausen am Schießplatz, die eine reiche Heidevegetation mit
Schwarzkehlchen und Heidelerche aufweisen. Hier ist im Jahr 2007 erstmals wieder der Wiedehopf gesehen worden.
- 7. Tag
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Naturpark Stromberg-Heuchelberg – Weingartner Moor
Fahrt nach Maulbronn mit Besuch des berühmten Zisterzienserklosters aus dem 12. Jahrhundert, Weltkulturerbe
der UNESCO. Wanderung zum Aalkistensee und durch weitere Gebiete des Naturparks Stromberg-Heuchelberg, der
mit 33.000 Hektar zwar einer der kleineren Naturparks ist, aber dennoch viel Abwechslung und Artenreichtum
bietet. Der Stromberg-Heuchelberg weist ein interessantes Zusammenspiel aus alten Wäldern, Weinanbau, artenreichen
Wiesen und wunderschönen Tälern auf. Bei Untergrombach besuchen wir den Michaelsberg, der neben einer alten
Kultstätte aus der Jungsteinzeit auch eine interessante Vegetation aufweist. Eine weitere geologische Besonderheit
des Kraichgaus sind die senkrecht eingeschnittenen Hohlwege im Löß. Abschließend Fahrt zum Weingartner Moor,
eine der letzten Flachmoorflächen am Oberrhein. Am Moorsee leben u. a. Kanadagänse und Rohrweihen, im Wald
der Mittelspecht.
- 8. Tag
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Malsch und Umgebung, Abreise
Vormittags Exkursion im Naturschutzgebiet um Malsch und in den Streuobstwiesen der Vorbergzone, wo Wendehals,
Wasseramsel, Gebirgsstelze und andere ihr Zuhause haben. Danach eigene Heimreise.