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Dr.Koch Reisen
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natu-de-001-10-07

Unteres Odertal, Ueckermünder Heide, Brohmer Berge
Mit Rad und Kanu im Revier von Fischotter und Sumpfohreule

Das untere Odertal gehört zu den artenreichsten Gebieten Deutschlands. Auf engem Raum sind hier - angefangen von Trockenrasen über Hangwälder bis zu Auwäldern und Feuchtgebieten - unterschiedlichste Lebensräume vertreten.
Auf unseren Fahrrad- und Kanutouren durch den Nationalpark treffen wir seltene Tier- und Pflanzenarten an, wie z.B. Adonisröschen, Schwimmfarn, Gelbe Schwertlilie, Seggenrohrsänger, See-, Fisch- und Schreiadler.
Auf Grund seiner langen Vergangenheit als militärisches Sperrgebiet konnte sich das Ökosystem der Ueckermünder Heide nahezu unberührt erhalten. Wir erkunden die ausgedehnten See-, Moor- und Heidelandschaften, in der eine Vielfalt von Vogelarten lebt.
Das Landschaftsschutzgebiet „Brohmer Berge“ besteht aus Endmoränenhügeln, die sich in der Eiszeit gebildet haben. Das abfließende Wasser ließ den Galenbecker See entstehen, an dessen Ufern wir Fora und Fauna beobachten.
Zum Abschluss der Reise besuchen wir die malerisch zwischen Haff und Ueckermünder Heide gelegene Stadt Ueckermünde.

Ueckermünder Heide und Brohmer Berge
Obwohl das Exkursionsgebiet weder Nationalpark noch Bio-sphärenreservat ist, besitzt es eine hohe Dichte an großflächigen Naturschutzgebieten. Das mag mit seiner Vergangenheit als militärisches Sperrgebiet und seiner Randlage an der polnischen Grenze zusammenhängen. Dadurch war der Nutzungsdruck auf die Seen, Moore, Wälder und Küstenbereiche stark herabgesetzt. Mit der abwandernden Bevölkerung setzt sich diese Tendenz heute auf andere Weise fort. Durch Wiedervernässungsmaßnahmen wird das Peenetalmoor bei Anklam zum größten Niedermoor in einem deutschen Flusstal. Auch an anderen Stellen werden ehemals entwässerte Niedermoore regeneriert. Das letzte Hochwasser hat dem Anklamer Stadtbruch zu offenen Flachwasserbereichen, wassergesättigtem Moorkörper und überflutetem Erlenbruchwald verholfen. Durch den Truppenübungsplatz „Jägerbrück“ darf die Randow noch unverbaut fließen. In den flachen Niederungen der weitläufigen Wälder breiten sich Erlen- und Birkenbrüche, Moore und unverbaute Seen mit intakter Uferzone aus. Neben den Kiefernforsten gibt es größere Flächen mit naturnahem Buchen-Eichen-Wald. Den unter Naturschutz stehenden Abschnitt der Haffküste bedecken feuchte Laubwälder und breite Röhrichtgürtel. Zur Tierwelt gehören Hirsch, Wildschwein, Mufflon, Fischotter, Biber, Marderhund, See-, Schrei- und Fischadler, Kranich, Schwarz- und Weißstorch, Uferschnepfe, Bekassine und Blaukehlchen.

Nationalpark Unteres Odertal
Der deutsche Teil des unteren Odertals wird als extensives Weideland genutzt. Busch- und Baumreihen säumen die Altwasserarme. Der nördliche Abschnitt wurde als Kernzone ausgewiesen und soll verwildern. Dieser Prozess läuft im polnischen Teil des unteren Odertals seit 1945 ab. Dort konnte sich bereits eine eindrucksvolle Niedermoorwildnis entwickeln. Vor den Augen des Betrachters breiten sich heute weite Seggenriede und Röhrichtflächen aus, unterbrochen von Altwässern und Auwäldern, in denen Erlen, Pappeln und Weiden wachsen. An den Steilufern der Westoder haben sich noch Reste des ursprünglichen Hangwaldes aus Eichen, Hainbuchen, Linden und Eschen erhalten. Die lichtdurchfluteten Wiesensteppen im Hinterland bilden mit ihrem bunten Blumenteppich dazu einen reizvollen Kontrast. Die Tierwelt bietet etliche Raritäten, wie Fischotter, Biber, Sumpfohreule, See- und Fischadler, Korn- und Wiesenweihe, Rohrdommel, Schwarzstorch, Brachvogel, Uferschnepfe, Bekassine, Kampfläufer, Sperbergrasmücke und Blaukehlchen.

Preis pro Person
Doppelzimmer810,00 €
Einzelzimmer920,00 €

Programm als PDF herunterladen

Termine
Mi., 14. Sep. 2011-Sa., 24. Sep. 2011Reise buchen
Bei DR. KOCH im Reisepreis inbegriffene Leistungen
Teilnehmerzahl
8 - 18 Personen
Reiseleitung
Hartwig Walletschek
Anreise
Bahnanreise nach Tantow wird von DR. KOCH REISEN zu günstigen Tarifen vermittelt.
Hinweise
Eigene An- und Abreise.
Änderungen
Änderungen können jederzeit auftreten. Die Änderungen des Reiseverlaufs behalten wir uns ausdrücklich vor, da zwischen Planung und Durchführung der Reise oft längere Zeiträume liegen.


1. Tag

Anreise

Eintreffen im Exkursionsgebiet des Nationalparks Unteres Odertal. Per Bahn zum Treffpunkt Tantow. Dort werden wir abgeholt und zur Unterkunft in Mescherin gefahren. Das von Hangwäldern umgeben Dorf (nur über eine Stichstraße erreichbar) liegt im äußersten Nordostens Brandenburgs am Ufer der Westoder. 4 Ü.

2. Tag

Ganztägige Radwanderung in die Kernzone des Nationalparks

Durch einen Hangwald entlang der Westoder vorbei an Wiesensteppen des Gartzer Schrey nach Gartz. Weiter entlang der Westoder durch Feuchtwiesen, Kiefern- und Eichenmischwald zur Kernzone im Zwischenstromland mit Altwässern, vernässenden Weideflächen und sich entwickelndem Auwald. Auf dem Hin- wie auf dem Rückweg Einkehrmöglichkeit in Gartz.
Streckenlänge ca. 52 km; flaches Gelände.

3. Tag

Ganztägige Radwanderung zu den Wiesensteppen und Hangwäldern des Nationalparks

Auf einem herrlichen Alleenweg durch eine Feldflur mit Söllen nach Tantow (Einkaufsmöglichkeit). Durch Felder und einem naturnahen Laubmischwald zu einem Bachtal am Fuß der Geesower Hügel. Auf einer Obstbaumallee durch die Feldflur nach Gartz (Kleinstadt mit Resten mittelalterlicher Bausubstanz. Stadtmauer und -tore, St. Stephans Kirche, Einkehrmöglichkeit). Durch Au- und Hangwald entlang der Westoder nach Mescherin.
Streckenlänge ca. 30 km; Gelände flach bis leicht hügelig.

4. Tag

Halbtägige Kanutour im verwilderten polnischen Odertal

Durch ein reich verzweigtes Netz von Wasserarmen, Moorseen, Überflutungsmooren mit Seggenrieden, Röhrichten, vorbei an Weidengebüsch, Auwaldinseln (mit Biberburg).
Streckenlänge ca. 10 km.

5. Tag

Bahnfahrt nach Torgelow (5 Ü).

6. Tag

Ganztägige Radwanderung zum Peenetalmoor und Anklamer Stadtbruch

Per Bahn nach Anklam (33 km). Entlang dem Peenetalmoor zur Anklamer Fähre am Stettiner Haff. Durch Feuchtwiesen beiderseits des Rosenhäger Becks zum Anklamer Stadtbruch (Beobachtungsturm); entlang röhrichtbestandener Teiche zum Anklamer Stadtwald und vorbei am Mützenbruch ins Tal der Zarow. Durch Feldgemarkung mit Alleestraße und Kiefernwald nach Torgelow.
Streckenlänge ca. 45 km.

7. Tag

Ganztägige Radwanderung zum Galenbecker See und durch die Brohmer Berge

Per Bahn nach Jatznik (6 km). Durch Laubmischwald, Kiefernwald und Feuchtwiesen zum Beobachtungsturm am Ufer des Galenbecker Sees (größte Tiefe 1,3 m). Durch Feuchtwiesen, Feldgemarkung und auf einem Naturlehrpfad durch Auwald zum Beobachtungsturm am Südufer des Sees. Weiter durch Feldgemarkung zum Naturschutzgebiet Kepelshagener Forst (Laubmischwald mit Feuchtgebieten) in den Brohmer Bergen. Entlang des Südrands der Brohmer Berge vorbei am Demenzsee durch Feldgemarkung und Laubmischwald nach Jatznik.
Streckenlänge ca. 50 km, Höhenunterschied ca. 150 m. Zurück nach Torgelow per Bahn.

8. Tag

Ganztägige Radwanderung zum Eggesiner und Neuwarper See

Durch Kiefernwald und Wiesen entlang der Uecker zum Eggesiner See (Beobachtungsturm). Durch Laubmischwald, Erlenbruchwald, Feuchtwiesen und Feldgemarkung nach Rehagen am Neuwarper See (Naturschutzgebiet, Aussichtspunkt). Danach durch Bruchwald, Laubmischwald und Feuchtwiesen nach Rieth am Neuwarper See. Durch Nadel-Laubmischwald zum Ahlbecker Seegrund (Naturschutzgebiet) und anschließend durch Feldgemarkung und Laubmischwald nach Eggesin.
Streckenlänge ca. 40 km. Per Bahn zurück nach Torgelow (7 km).

9. Tag

Ganztägige Radwanderung um den Truppenübungsplatz Jägerbrück

Durch das Tal der Uecker nach Liepe. Durch Kiefernwald, Laubmischwald und Feuchtwiesen zum Naturschutzgebiet Waldhof, anschließend durch Laubmischwald zum Naturschutzgebiet Wildes Moor. Weiter durch Feuchtwiesen und Laub-Nadel-Mischwald vorbei am Ahlbecker Seegrund nach Eggesin.
Streckenlänge ca. 52 km. Per Bahn zurück nach Torgelow (7 km).

10. Tag

Rückreise

Individuelle Heimreise.