Die iranische Kultur ist seit alters her von Königsdynastien und zoroastrischen Religionen geprägt, deren Ursprünge mehr als 2500 Jahre zurückliegen. Wir reisen in die Zeit des antiken Persien, dessen Hauptstadt Persepolis bereits 520 v. Chr. im Süden des heutigen Iran gegründet wurde. Die monumentalen Palastbauten, Grabanlagen und beeindruckenden Reliefdarstellungen der antiken Stadt zeugen von der kulturellen und politischen Größe des Perserreiches.
Seit dem 16. Jh. übt die schiitische Religion großen Einfluss auf die Entwicklung des Landes aus. 1979 folgt die iranische Revolution, die der 2500-jährigen Königsmonarchie ein Ende setzt und die islamische Republik einleitet.
Der prachtvollen islamischen Kultur begegnen wir in Isfahan, auch „Spiegel des Paradieses“ genannt. Hier entstehen seit der Safawiden-Dynastie im 16. und 17. Jh. unzählige Moscheen und Prunkbauten, die zu großen Teilen unter dem Schutz des UNESCO-Weltkulturerbes stehen.
In den Großstädten wie Teheran oder Shiraz treffen wir auf modern eingestellte Menschen, in den Dörfern und kleineren Städten überwiegt das Traditionsbewusstsein. Doch eines haben alle gemeinsam: ihre unvergleichliche Offenheit gegenüber Besuchern. Die besondere Gastfreundschaft des Landes muss man selbst erfahren haben!
- Trinkgelder sowie übrige Mahlzeiten und Getränke sind nicht im Reisepreis inbegriffen.
Zubringer-Flüge ab allen deutschen Flughäfen 90,00 € Aufpreis. Ausländische Abflughäfen auf Anfrage gegen Aufpreis möglich.
Änderungen können jederzeit auftreten.
Die Änderungen des Reiseverlaufs behalten wir uns ausdrücklich vor, da zwischen Planung und Durchführung der Reise oft längere Zeiträume liegen.
- 1. Tag
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Anreise
Flug nach Teheran; Transfer zum Hotel (2 Ü).
- 2. Tag
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Teheran - Kirchen, Tempel, Museen
Wir besuchen einen zoroastrischen Feuertempel, der vor rund 100 Jahren erbaut wurde und immer noch von Zoroastrianern benutzt wird. Im Glas- und Keramikmuseum können wir 2000 Jahre alte Glasgefäße, Schätze aus Kristall, Gold und Lapislazuli, und Keramik aus prähistorischer bis frühislamischer Zeit bewundern. Im Archäologischen Museum Funde aus der Vorgeschichte bis zur Epoche der Sassaniden (3.-7. Jh. n. Chr.). Anschließend Besichtigung des Golestan Palastes aus der Qajaren-Dynastie (18.-20. Jh. n. Chr.), der vorletzten Dynastie des persischen Reiches.
- 3. Tag
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Qom - Mausoleen - Kashan
Fahrt von Teheran nach Qom. In der heiligen Stadt, eine der wichtigsten Pilgerstätten des schiitischen Glaubens, besuchen wir das Mausoleum mit dem heiligen Schrein der Hazrate Masumeh, der Schwester Imam Rezas.
Weiterfahrt nach Kashan. Besuch der königlichen Fin-Gärten, des Fin-Museums aus der Qajaren-Dynastie und der archäologischen Stätte “Tapeh Sialk” (4000 v. Chr.). Besichtigung der alten Bürgerhäuser Boroujerdi und Tabatabai. Rundgang über den Basar. 1 Ü in Kashan.
- 4. Tag
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Kashan - Yazd
Wir fahren über Natanz mit Jame Moschee und Feuertempel nach Nain, wo wir die Narenj Burg, die Jame Moschee und das Museum besichtigen. In Meybod erkunden wir die Jame Moschee, die Karawanserei, das Narin-Schloss aus der Sassaniden-Dynastie.
Weiterfahrt über Ardekan nach Pire Pire Harisht und Pire Check Check. Hier befinden sich die wichtigsten zoroastrischen Heiligtümer und Feuertempel. In Kharanegh besichtigen wir die Karawanserei. Am späten Abend kommen wir in Yazd an (2 Ü).
- 5. Tag
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Yazd - Türme des Schweigens
Yazd mit den typischen Wind- und Totentürmen zählt zu den ältesten Städten des Landes.
Morgens stehen Jame Moschee, Amirchaghmagh-Platz und -Moschee auf dem Programm. Die Moschee wurde mit Spenden der Ehefrau des Amir Chaghmaq, des damaligen Gouverneurs von Yazd, im 15. Jh. n. Chr. erbaut. Danach bummeln wir durch die alten Stadtteile, besichtigen das Malek-Oltojar Haus, ein altes Bürgerhaus, und das Eskandar-Gefängnis. Anschließend besuchen wir den Bazar, den Feuertempel und den Dowlatabad Garten aus der Qajaren-Dynastie. Fahrt zu den „Türmen des Schweigens“. An diesem Ort hinterlegten die Zoroastrianer ihre Toten den Geier, um anschließend die Knochen der Verstorbenen zu begraben.
- 6. Tag
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Besuch bei Nomaden
Frühmorgens fahren wir über die Ortschaften Taft, Suneach, Nir, Marvast, Harabarjan nach Bazm. Unterwegs lernen wir Turk- und Gashghai-Nomaden kennen und erfahren viel über ihre Tradition und ihre Lebensweise. 1 Ü in Bazm.
- 7. Tag
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Persepolis - Antikes Machtzentrum
Einer der Höhepunkte unserer Reise ist der Besuch des antiken Persepolis, der beeindruckenden Königsresidenz der Achämeniden, deren Dynastie 518 v. Chr. von Darius dem Großen gegründet wurde. Wir besichtigen die Ausgrabungsstätten mit gut erhaltenen, monumentalen Palastbauten, Prozessionsstraße, Schatzhaus, Harem, 32-Säulen-Saal und der Apadana-Halle mit den berühmten Relieffriesen. Einige Kilometer nördlich von Persepolis, bei Naqsh-e Rotsam, treffen wir auf vier senkrecht in die Felswand gehauene Gräber der ersten Achämeniden-Könige Darius I. und II., Xerxes I. und Artaxerxes I. Vor der Felswand befindet sich ein fensterloser, rechteckiger Steinbau, der vermutlich als Feuertempel diente. Weiterfahrt nach Shiraz (2 Ü).
- 8. Tag
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Shiraz - Gärten, Ghaleh Dokhtar, Relief von Ardeshir
Heute erkunden wir die „Kulturhauptstadt Persiens“, berühmt für ihre großen Dichter, außergewöhnlichen Rosenzüchtungen und Paradiesgärten. Wir besichtigen den Eram-Garten und den Narendjestan-Garten, die aus der Qajaren-Dynastie stammen. Weiter geht es zur Nasirol Molk-Moschee und zur am Rande einer Schlucht außerhalb der Stadt gelegenen Burg Ghaleh Dokhtar, die von Ardeshirs I., dem Begründers der Sassaniden-Dynastie, 209 n. Chr. erbaut wurde. In der Nähe der Burg liegt der Palast Ardeshirs mit berühmten Reliefdarstellungen. Ein Relief erzählt von der Machtübergabe an den Herrscher durch den Schöpfergott Ahura Mazda.
- 9. Tag
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Bishapur - Yasuj
Fahrt über Dashte Arjan und Kazeron nach Bishapur, alte Residenzstadt des Sassaniden-Reiches, die im Jahr 266 n. Chr. von Schapur I. gegründet wurde. Wir besichtigen die alten Ausgrabungen mit herrlichen Palastbauten und dem Anahita-Tempel. Im zoroastrischen Kult wird Anahita als Göttin des Wassers verehrt. Auf beiden Seiten der nahe gelegenen Tang-e Chowdan Schlucht haben sich Shapur I. und II., Bahram I. und II. in Felsreliefs verewigt.
Anschließend Weiterfahrt nach Yasuj (1 Ü).
- 10. Tag
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Pire Bakran - Jüdischer Friedhof
Fahrt nach Isfahan über Sisakht, Pataveh, Abemalakh und Semirom. Hier halten wir an einem der schönsten Wasserfälle des Landes kurz an. Weiter geht es nach Shahreza über Mobarakeh, Kholenjan und Pire Bakran. Wir besichtigen das Mausoleum des heiligen Seyyed Pire Bakran, eines direkten Nachfahren des Propheten Mohammed. Ein vor kurzem entdeckter Grabstein auf dem jüdischen Friedhof stammt aus dem Jahr 500 v. Chr. und ist ein Beweis für die erste jüdische Siedlung bei Isfahan. Die Synagoge mit hebräischer Inschrift wurde vor etwa 2400 Jahren erbaut. 3 Ü in Isfahan.
- 11. Tag
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Isfahan - „Spiegel des Paradieses“
Im 1575 m hoch gelegenen Isfahan, am Ufer des Zayandeh-Flusses, leben heute ca. 2 Millionen Menschen. Ihre Blütezeit erlebte die Stadt am Ende des 16. Jh. als Schah Abbas die Stadt nach den „Paradiesvorstellungen des Koran“ umgestalten ließ. Die Verbindung von Geistigem und Weltlichen verdeutlicht der Königsplatz Medan-e Schah, der von den Prachtmoscheen Lotfollah und Imam, dem Ali Qapu-Palast aus der Qajaren-Dynastie und dem Basar eingefasst wird. Mit über 500 m Länge ist es der größte Platz der Welt und wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Wir besuchen die Vank-Kathedrale, die christliche Architektur mit persisch-islamischer Ornamentik und Gestaltungsformen vereint. Am Nachmittag geht es weiter zu den „schwankenden Minaretten“, die täglich von Moschee-Mitarbeitern durch rhythmisches Anstoßen zum Schwingen gebracht werden. Wir beschließen den Tag mit einem Spaziergang am Zayandeh-Fluss mit Besichtigung der Khaju Brücke.
- 12. Tag
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Isfahan - 33-Bogen-Brücke
Vormittags besichtigen wir die Freitags-Moschee, den Chehelsotun Palast (Gartenpalast der 40-Säulen), den Hasht Behesht Park aus der Safawiden-Dynastie und den botanischen Garten. Ausflug zu den grandiosen Brücken über den Zayandeh-Fluss. Besonders sehenswert ist die 300 m lange Allahverdi-Brücke, auch 33-Bogen-Brücke genannt, und die Shahrestan Brücke. Nachmittags schlendern wir durch den überdachten Basar von Isfahan.
- 13. Tag
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Isfahan - Murchekhort - Teheran
Nach dem Frühstück brechen wir nach Murchekhort auf und besichtigen die Karawanserei, die während der Safawiden-Herrschaft im 17. Jh. erbaut wurde. Anschließend Fahrt über Maymeh, Delijan und Saveh zurück nach Teheran (2 Ü).
- 14. Tag
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Teheran - Paläste der Pahlawi-Dynastie
Am Vormittag besuchen wir das Reza Abbassi Museums und den Niavaran Palast, der der Pahlawi-Dynastie (1925-1978) als Sommerresidenz diente. Sehr interessant ist das größte Naturhistorische Museum Irans in Daraband, das 1993 eröffnet wurde. Wir beschließen unsere Reise mit dem Besuch des Saadabad Palastes ebenfalls aus der Pahlawi-Dynastie.
- 15. Tag
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Abreise
Transfer zum Flughafen; Rückflug.