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Kontakt

Tel.: 0721-151 151

info@dr-koch-reisen.de

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Ornithologie & Nationalparkreisen

Pontisches Gebirge
Gebirgsflora, Kaukasusbirkhuhn

Das Pontische Gebirge im äußersten Nordosten der Türkei bietet uns großflächig erhaltene, kaum erschlossene Lebensräume und ist deshalb sowohl für Botaniker als auch für Ornithologen interessant. Wir beginnen unsere Reise in der Hafenstadt Trabzon am Schwarzen Meer. Nach Exkursionen in den Gebirgswäldern und auf den Hochalmen der Umgebung geht es weiter über das Çoruh-Tal ins Hochgebirge des Kaçkarmassivs.
In den urwaldartigen und ursprünglichen Regionen des Kaçkargebirges können wir seltene Orchideenarten und andere interessante Pflanzenarten wie Pontischen Türkenbund und Kaukasischen Rhododendron entdecken. Südlich des Gebirgskammes, wo der Niederschlag deutlich nachlässt, erkunden wir die Fauna und Flora der Steppen und trockeneren Gebirgsketten. Zum Abschluss der Reise besichtigen wir das Sumela-Kloster, das in die steilen Felsen der Gebirgszüge bei Maçka wie ein Adlernest gebaut ist.

Preis pro Person
Doppelzimmer1.780,00 €
Einzelzimmer1.990,00 €

Privat-Tour
1-7 Personen ab 2.190,00 €

Programm als PDF herunterladen

Termine
Sa., 29. Mai. 2010-Sa., 12. Jun. 2010
Bei DR. KOCH im Reisepreis inbegriffene Leistungen
Teilnehmerzahl
8 - 16 Personen
Schwierigkeitsgrad
Langsame, aber teils lange Gebirgswanderungen in steinigem Gelände.
Hinweise
- Diese Reise ist auch für Ornithologen geeignet.
- Bei eigener Anreise 250 € Ermäßigung.
- Wir empfehlen eine Reiserücktrittsversicherung.

Unser Rail&Fly Angebot:
In Kooperation mit der Deutschen Bahn AG bieten wir Ihnen für nur 70,00 € pro Person
ein Bahn-Ticket (Hin- und Rückfahrt, 2. Klasse, ICE-Zuschlag inklusive) zu Ihrem Abflughafen.

Anreise
Zubringer-Flüge ab allen deutschen Flughäfen 90,00 € Aufpreis.
Ausländische Abflughäfen auf Anfrage gegen Aufpreis möglich.
Änderungen
Änderungen können jederzeit auftreten. Die Änderungen des Reiseverlaufs behalten wir uns ausdrücklich vor, da zwischen Planung und Durchführung der Reise oft längere Zeiträume liegen.


1. Tag

Anreise

Flug nach Trabzon, Transfer zum Hotel in der Nähe des Bergdorfs Sivrikaya. In der bewaldeten Region um das Hotel wachsen Ribes biebersteinii und Saxifraga cymbalaria. (4 Ü)

2. Tag

Hochalmen der Umgebung

Fahrt bis zur ehemaligen Baumgrenze auf etwa 1800 m Höhe. Die Region wird von blühenden Matten und Zwergstrauchheiden dominiert, u. a. Rhododendron caucasicum, Caltha polypetala, Anemone narcissiflora, Veronica gentianoides. Auf früheren Exkursionen konnte hier ein Kaiseradler beobachtet werden. Es bestehen gute Chancen, das Kaukasusbirkhuhn anzutreffen. Auffällig sind verschiedene Orchideenarten und der gelb blühende Pontische Türkenbund. Auf dem Weg in höhere Felsregionen können Steinbraunelle, Zwergadler und eventuell das scheue Kaspische Königshuhn beobachtet werden.

3. Tag

Ovit-Pass

Wir fahren von Norden kommend in Richtung Ovit-Pass bis auf 2400 m. An den Nordhängen des Gebirges gedeihen seltene Pflanzenarten wie Ajuga orientalis, Corydalis alpestris, Gentiana decemfida, Gentiana verna ssp. Pontica, Fritillaria latifolia, Myosotis alpestris und Puschkinia scilloides. Eventuell treffen wir auf Mauerläufer, Bergpieper, Steinschmätzer und Alpenbraunelle. Auch Steinadler und Bartgeier ziehen am Gebirgspass ihre Kreise.

4. Tag

Teeanbau am Schwarzen Meer

Bis zu 3500 m ragt die Gebirgskette an der Küste in die Höhe. Oft werden die Berge von Wolken verhüllt, die vom Schwarzen Meer aufsteigen. Das feuchte Klima lässt dichte Laubwälder, vereinzelt gemischt mit Orientfichten, bis an die Küste wachsen. Dazwischen immer wieder Teeanbaugebiete und Haselnussplantagen. Neben Esskastanien gedeihen Rhododendron ponticum und Vaccinium arctostaphylos.

5. Tag

Ovit-Pass, Ispir, Coruh-Tal, Yusufeli

Heute überqueren wir den Bergrücken des Pontischen Gebirges. Der Ovit-Pass auf 2600 Meter ist der höchst gelegene Pass der Türkei. Auf der anderen Seite geht es hinunter in das wildromantische Çoruh-Tal und weiter den Çoruh-Fluss entlang über Ispir nach Yusufeli. Hotel bei Yusufeli. (1 Ü)

6.Tag

Barhal Kilisesi, Yaylalar

Besuch der georgischen Basilika Barhal Kilisesi aus dem 10. Jahrhundert. Die tieferen Regionen des Çoruh-Tals weisen ein mediterranes Klima auf. Hier wachsen Schirmkiefern (Pinus pinea), Ölbäume in sehr dichten Beständen, Granatäpfel, Christusdorn und wilde Kapern. Mittelmeersteinschmätzer, Blaumerle und Seidenreiher leben hier. In den terrassierten Gärten der Ortschaften wachsen kultivierte Kornelkirschen, die getrocknet aufbewahrt oder zu Marmelade verarbeitet werden. Einen Wildbach entlang, an dem Wasseramsel (östliche Rasse) und Karmingimpel beobachtet werden können, geht die Fahrt weiter bis Yaylalar. (4 Ü)

7.- 10.Tag

Düpe- und Dilber Ebene, Köhrahmet, Barhal, Yusufeli

In den folgenden Tagen verschiedene Wanderungen ober- und unterhalb der Waldgrenze auf ca. 1800 m Höhe. Besonders interessant die scheuen Kaukasusbirkhühner, die in den von Rhododendron ponticum dominierten Zwergstrauchgesellschaften leben. Auch das seltene Kaspische Königshühner kann in den Felsregion ab etwa 2500 m Höhe entdeckt werden. Möglich sind Alpenkrähe und Alpendohle, Bergpieper, Steinrötel, Hausrotschwanz (ssp. Ochrurus) und Wanderfalke. An Pflanzenarten erwähnenswert: Aquilegia olympica, Lilium carniolicum ssp. Ponticum, Papaver lateritium (endemisch), Symphytum asperum, Tanacetum macrophyllum, Dactylorhiza euxina und urvilleana, Daphne glomerata, Paeoniua wittmanniana, Sedum spurium und Coluber ravergieri. Hotel bei Yusufeli. (1 Ü)

11. Tag

Yusufeli, Bayburt

Im tiefer gelegenen Çoruh-Tal mit Obstgärten, Walnussbäume, Ölweiden und Ufergehölzen leben Kappenammer, Pirol, Flussuferläufer, Blauracke, Baumfalke und Schmutzgeier. Auch der Halbringschnäpper kommt hier vor. Am Abend verlassen wir das fruchtbare Çoruh-Tal Richtung Norden und fahren bis nach Bayburt. (2 Ü)

12. Tag

Umgebung von Bayburt

Um Bayburt treffen wir auf eine ganz anders geartete Klimazone. Die Ortschaft ist von trockener Hochsteppe umgeben. Ziesel und persische Wüstenmaus können beobachtet werden. Felsensteinschmätzer, Bienenfresser, Wiedehopf, Weißstorch und Adlerbussard kommen hier vor.

13. Tag

Maçka

Fahrt nach Maçka. Wir gelangen wieder in die Feuchtwälder des Schwarzmeergebiets, die an dieser Stelle von Orientfichten dominiert werden. Die Pflanzen- und Vogelwelt ähnelt der zuvor besuchten Gebirgswäldern. 2 Ü bei Maçka.

14. Tag

Gebirgswälder, Sumela-Kloster

Besuch des steil in eine Felswand gebauten Sumela-Klosters, dessen Ursprünge auf das 5. Jh. n. Chr. zurückgehen. Die Außenwände der Klosterkirche und die umliegende Felswand sind mit zahlreichen Fresken geschmückt. In den steilen Felswänden ist auf Mauerläufer zu achten, dessen Brut hier nachgewiesen wurde.

15. Tag

Abreise

Transfer zum Flughafen Trabzon, Rückflug nach Deutschland.