Unsere Expedition führt zu einigen der interessantesten botanischen Schauplätze der Himalayaregion in Bhutan, aus der viele exotische und wertvolle Pflanzen stammen,
die ihren Weg in die Gärten Europas gefunden haben. Die Briten waren die Ersten, die den Westen auf den botanischen Reichtum dieser riesigen Gebirgsregion aufmerksam
gemacht haben. Frank Ludlow und Major George Sheriff, zwei bekannte britische Himalaya-Reisende wurden für ihre umfangreichen Entdeckungen in Bhutan und anderen
Himalaya-Gebieten ausgezeichnet. Ihre Berichte und Sammlungen sind eine der größten Naturstudien über die Botanik Bhutans. Von 1800 bis 1900 kamen viele professionelle
„Pflanzenjäger“ nach Bhutan, die nach neuen Zierpflanzen für europäische und amerikanische Gärten suchten. Die Abenteuer von William Griffith im Jahr 1838 und
Roland Cooper (1914-15) sind legendär. Auch heute noch ist Bhutan größtenteils unerforscht. Bis jetzt wurden etwa 4500 Arten dokumentiert.
Bei größeren Reisegruppen Preis auf Anfrage.
- Reisedokumente: Reisepass erforderlich.
- Wir empfehlen eine Reiserücktrittsversicherung.
Änderungen können jederzeit auftreten.
Die Änderungen des Reiseverlaufs behalten wir uns ausdrücklich vor, da zwischen Planung und Durchführung der Reise oft längere Zeiträume liegen.
- Tag 1
-
Anreise
Transfer zum Hotel in Dehli. (1 Ü )
- Tag 2
-
Ankunft in Paro
Vorstellung der Reise und Überblick über die Pflanzenwelt Bhutans. Übernachtung im Hotel Gangtey Palace in Paro. (1 Ü)
- Tag 3
-
Paro - Thimphu
Vormittags steile Wanderung zum Taktsang Kloster (an der Felswand klebendes „Tigernest“) Alternativ: Besichtigung des National Museum,
des Paro Dzong und des Kichu Klosters. Nach dem Mittagessen Fahrt nach Thimphu. Übernachtung im Hotel Pedling in Thimphu. (2 Ü)
- Tag 4
-
Thimphu, Jigme Dorji Wangchuck Park
Morgens Sehenswürdigkeiten in der Umgebung von Thimphu und nachmittags Fahrt Richtung Dodena. Wanderung durch Thimphu Chu im Jigme Dorji Wangchuck Park.
- Tag 5
-
Dochula Pass, Punakha
Fahrt zum Dochula Pass. Dochula beherbergt 16 Arten des Bhutanischen Rhododendrons und auch verschiedene Arten von Primeln (Primula), Lorbeergewächse
(Lauraceae Litsea, Cinnamomum, Neolitsea usw.), ebenso wie Eichen, Schneeball (Virburnum), Magnolien, Seidelbast, Kobralilien (Arisaema spp.),
Enzian, Himalaya Ahorn und viele andere.In letzter Zeit wurden auf dem Dochula Pass 108 kleine Tempel (chortens) errichtet, die den natürlichen
Schauplatz verschönern. Bei gutem Wetter hat man einen guten Blick auf die weit entfernten Gebirgszüge an der nördlichen Grenze. Vom Pass aus folgen wir 30-40 min.
der alten Straße talwärts durch die einzigartige Naturwelt. Übernachtung im Meri Puen Sum Resort in Punakha. (2 Ü)
- Tag 6
-
Tashithang
Fahrt nach Tashithang einem Teil des Jigme Dorji Wangchuck Nationalparks – dem größten Bhutans. Tashithang liegt in der warmen subtropischen Zone mit
hauptsächlich subtropischer Vegetation. Verschiedene epiphytische Orchideen wie Dendrobium, Cymbidium, Bulbophyllum, Coelogyne, Liparis, Pleione usw.
und „Boden-Orchideen“ wie Calanthe, Goodyera, Cephalanthera usw. können hier gefunden werden. Wilde Bananen (musa) gedeihen hier neben Baumarten wie Engelhardia,
Tauluma, Magnolie, Symplocus, Litsea, Cinnamomum, Rubus spp.
- Tag 7
-
Wangdiphodrang-Tal, Phibjika
Von Punakha aus fahren wir durch das warme Wangdiphodrang-Tal Richtung Gantey Gonpa und durch Teile des Pele La Passes (bekannt als die „Schwarzen Berge“),
die das westliche und östliche Bhutan teilen. Während der Fahrt können wir verschiedene Arten von Rhododendren, Hülsenfrüchten, Magnolien, endemische Zypressen
(Nationalbaum Bhutans) usw. entdecken. Übernachtung im Dewachen Hotel in Phibjikha.
- Tag 8
-
Trongsa Tal
Von Gantey Gonpa fahren wir weiter zum Trongsa Tal. Die Fahrt führt uns durch den Pele La Pass, wo wir noch mehr Rhododendren-Arten in verschiedenen roten,
weißen und gelben Farbschattierungen entdecken können. Nach Überqueren des Passes finden wir uns in einem Bambuswald wieder, wo man häufig auf grasende Yaks trifft.
Bambus ist ein Yushania spp., der normalerweise in den höheren Lagen von Bhutan wächst. Wir durchqueren einige malerische Dörfer. In der Vergangenheit war Trongsa
der Sitz des Königshauses und der Macht. Der Trongso Dzong ist der größte Dzong (buddhistische Klosterfestung) in Bhutan. Übernachtung im Vangkill Resort in Trongsa.
(1. Ü.)
- Tag 9
-
Bumthang Tal
Von Trongsa machen wir uns auf den Weg Richtung Bumthang Tal. Die Fahrt geht über einen weiteren Pass, der Yoetongla genannt wird. Wir halten einige Male,
um verschiedene Spezies zu untersuchen. Überwiegend sehen wir Rhododendren, Rubus, Ahorne, Eisenhut (Aconitum), Rittersporne (Delphinium), Hahnenfuß (Ranunculus),
Waldreben (Clematis), verschiedene Orchideen wie Coelogyne, Pleione, Cephalenthera, Koniferen wie Tannen, Schierling, Pinie, Wacholder, Primeln, Manns-schild
(Androsace) usw. Übernachtung im Mepham Guesthouse in Bumthang (2 Ü)
- Day 10
-
Thriumshing La National Park
Frühe Fahrt zum Thriumshing La Nationalpark, der 1998 gegründet wurde und in den Distrikten Bumthang-, Lhuentse-, Zhemgang- und Mongar liegt.
2001 bestimmte die königliche Regierung Bhutans eines der Gebiete am Pass als einen natürlichen Rhododendrongarten. Im Thriumshing La Nationalpark wachsen viele
endemische Arten wie zum Beispiel daphne ludlowii, Lobelia nubigena, Vanda grifithii, Rubus sengorensis und Pedicularis spp. Hier leben auch der Kleine Panda
(Red Panda), verschiedene Reptilien und Amphibien. Ebenfalls kann man hier eine abwechslungsreiche Vogelwelt bestaunen. Nachmittags kehren wir nach Bumthang zurück.
- Tag 11
-
Wangdue
Während der Rückfahrt halten wir an verschiedenen Stellen, die wir auf dem Hinweg ausgelassen haben,
um neue Blüten zu sehen und unsere Bestimmungen und Kataloge zu überprüfen usw. Übernachtung im Dragon Nest Resort in Wangdue. (1 Ü)
- Tag 12
-
Thimphu
Unterwegs Botanisieren am Wege bis Thimphu.
Übernachtung im Pedling Hotel in Thimphu. (1 Ü)
- Tag 13
-
Ha Tal
Von Thimphu fahren wir zum Ha Tal, das erst kürzlich für Touristen geöffnet wurde. Es befindet sich in der gemäßigten Region im Tränenkiefern-Wald (Blue Pine).
In vergangenen Zeiten war Ha ein Tor zum westlichen Bhutan, was es zu einer sehr wichtigen Region machte. Während der Fahrt können wir verschiedene Spezies der
Tier- und Pflanzenwelt wie Pappeln (Populus), Altingia, Zaubernussgewächse (Hamamelidaceae), Pinien, Ahorn, Leycesteria, Heckenkirschen (Lonicera), Gerbersträucher
(Coriaria), Rubus, Zwergmispeln (Cotoneaster), Pfeifensträucher (Philadelphus), Hortensien (Hydrangea) und viele krautartige Gewächse sehen.
Übernachtung im Lhayul Hotel in Ha. (1 Ü)
- Tag 14
-
Chele-la
Morgens fahren wir über den Chele-La Pass nach Paro. (3800m ü. NN., 89° 21“ östl. Länge, 27° 23“ nördl. Breite). Chele-la verbindet Ha mit dem Paro Tal und war
früher eine der wichtigen Straßen für Reisende von Nordwestindien nach Bhutan. Für Besucher war sie obligatorisch. Sie wurde wiederholt in den meisten Schriften
britischer Gesandter wie George Boyle, J.C. White und anderen Botanikern erwähnt. Frank Ludlow und George Sheriff, zwei Naturforscher, die Bhutan sieben mal
bereisten und eine Rekordzahl von 21000 bhutanesischen Pflanzen sammelten, überquerten den Chele-la-Pass während ihrer Reise im Jahre1938. In dieser Region sind die
außergewöhnlichsten Pflanzen bhutanesischer Flora zu finden.
Viele Arten z.B. Primeln, Rhododendren, Iris, Birken (Betula), Lilien (wie Notholirion, Lloydia und Fritillaria), Steinbrech (Saxifraga), Bergenien (Bergenia),
Eisenhut (Aconitum), Läusekräuter (Pedicularis), Enziane (Genitiana) wachsen hier überall und sind ein wahrer Augenschmaus. Außerdem gibt es hier vier schöne Arten
des Himalaya-Scheinmohns: Meconopsis horridula (blau), Meconopsis simplicifolia (blau), Meconopsis paniculata (gelb) und Meconopsis nepaulensis (rot oder gelb).
Die vorherrschenden Baumarten sind die Himalaya-Tanne (Abies densa), die Himalaya-Hemlocktanne (Tsuga dumosa) und die Himalaya-Sikkim-Fichte (Picea spinolosa).
In den tiefer gelegenen Regionen des Passes besteht die Vegetation hauptsächlich aus Mischwald und anderen Gewäches wie Tränenkiefer, Eiche, Heckenkirsche
(Lonicera), Holunder (Sambucus), Ahorn (Acer), Rosengewächse (Rosaceae), Pfeifensträucher (Philadelphus), Buntdachblmen (Leycesteria), Hartriegel (Cornus),
Hortensien (Hydrangea), Deutzie, Pfeifenblumen (Aristolochia), Lerchensporne (Corydalis), Kobralilien (Arisaema)und Hedychium. Übernachtung im Hotel Gangtey Palace
in Paro. (1 Ü)
- Tag 15
-
Abreise
Transfer zum Flughafen Paro. Rückflug über Delhi nach Deutschland.
- Tag 16
-
Ankunft in Frankfurt